Impressionen von der Einweihung des Loriotdenkmals



Neun wilde Waldmöpse finden in Brandenburg eine neue Heimat: Loriotdenkmal in Brandenburg an der Havel zur Buga-Eröffnung feierlich eingeweiht

Von Ina Schidlowski

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass in 175 Tagen, wenn die Buga ihre Pforten schließt, nicht eine der zahllosen Wilma-Wels-Figuren als sympathischen Gesicht der Bundesgartenschau 2015 in Erinnerung und auf ungezählten Speicherkarten verewigt bleibt, sondern dass der Star der Schau einer von den neun wilden Waldmöpsen ist, die am Samstag Brandenburg an der Havel ausgewildert wurden. Kaum ein Fotoapparat klickte an diesem Wochenende nicht, wann immer eines dieser possierlichen Tier entdeckt wurde. Mal schnüffelt einer um die Blumenschau in der sanierten Johanniskirche herum, ein anderer hebt auch mal sein Beinchen und nur ein wissend suchender Blick des geübten Tierfreundes entdeckt den kleinen ringelschwänzigen Artgenossen am Johanniskirchplatz in der Brandenburger Altstadt und im angrenzenden Humboldthain sofort. Neun bronzene gehörnte Waldmöpse sind zur Einweihung des Denkmals ausgewildert worden. Sechs weitere werden demnächst folgen.

freilebende waldmoepse in brandenburg

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Die Presse über die Einweihung des Loriotdenkmals

Wo sich wilde Waldmöpse genüsslich räkeln dürfen

Aus "DIE WELT" von Eckhard Fuhr am 19. April 2015

In memoriam Vicco von Bülow alias Loriot: Brandenburg an der Havel feierte die Eröffnung des ersten und einzigen Waldmopszentrums der Welt. Frank-Walter Steinmeier sah ein "zoologisches Großereignis".

Vom gewöhnlichen Mops unterscheidet sich der Waldmops durch sein kleines Geweih, das dem eines Elches ähnelt. Seit der bekannte Zoologe Vicco von Bülow alias Loriot (1923-2011) vor Jahren seine sensationelle Entdeckung publik machte, dass Restbestände dieses seltenen Tieres in dichten Wäldern Nordskandinaviens überlebt hätten, kommt die kynologische Welt nicht zur Ruhe.

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Vom Werden eines Waldmopses: das Loriot-Denkmal des Brandenburger Kulturvereins nimmt rasant Gestalt an

Von Clara Walter mit Benno Rougk

Die ersten Waldmöpse haben jetzt das Licht der Welt erblickt! Seit Juni 2014 arbeite ich nun gemeinsam mit dem Bildhauer Raphael Danke in einem kleinen Atelier in Berlin-Tiergarten an der Realisierung des Loriot-Denkmals der Stadt Brandenburg an der Havel. Sie erinnern sich bestimmt: Der Kulturverein der Stadt Brandenburg hatte im Vorjahr einen Wettbewerb mit dem Ziel ausgeschrieben, Vicco von Bülow, alias Loriot, als großem Sohn der Stadt ein Denkmal zu setzen. Da lag mein Innenarchitekturstudium in Detmold in den letzten Zügen.

Eine Professorin machte mich auf den Wettbewerb aufmerksam und neben meiner Abschlussarbeit entwickelte ich dann das Konzept und den Finanzierungsplan für ein Waldmopszentrum. Als ich im Frühjahr das 1:100-Modell meines Entwurfs unverpackt ins Büro des Kulturvereins brachte, standen dort schon Berge von Plänen und Modellen in eigens für den Wettbewerb gebauten und beschrifteten Holzkisten. Das kann ja nichts werden, dachte ich damals. Es kam anders. Aus den fast hundert anonymen Einsendungen, viele von renommierten Büros und Künstlern, wählte die Jury meine Idee als Siegerentwurf. Und von einem Tag auf den anderen war mein Leben ein anderes.

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Der Waldmops in Brandenburg an der Havel - die erste Arbeitssitzung // Fortschritte bei der Realisierung

Dem gefährdeten Waldmops wird, wie berichtet, im Brandenburger Humboldthain ein Denkmal gesetzt – und damit seinem Schöpfer Loriot. Eine aus mindestens acht bronzenen Waldmöpsen bestehende Kunst-Installation wird ab 2015 an den 2011 verstorbenen Ehrenbürger Vicco von Bülow erinnern. Loriot stellte in einem Sketch mit großem Ernst die These auf, dass der Mops einst ein Elch gewesen war und sich nur auf Grund abscheulicher menschlicher Kreuzungsbemühungen zu einem „ringelschwänzigen Schoßtier“ entwickelt habe.

Im Humboldthain am Salzhofufer sollen nach der Vorstellung von der Wettbewerbsgewinnerin Clara Walter die acht mit Geweihen versehenen Bronze-Waldmöpse aufgestellt werden. Jedes der etwa 50 Zentimeter großen Tiere wird demnach mit Fundamenten diebstahlsicher im Boden verankert. Dieser Tage trafen sich im Brandenburger Rathaus Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU), Clara Walter sowie Vertreter des Kulturvereins Brandenburg, der den Wettbewerb organisiert hatte und das Denkmal bezahlt.

Wettbewerbssiegerin Clara Walter
Der wilde Waldmops entwickelt sich prächtig: Clara Walter mit einem Prototyp bei F.-W. Steinmeier // Photo © Thomas Köhler (Photothek)

10. Oktober 2014: Spiegel-Online berichtet über Clara Walter und den wilden Waldmops »»»

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Ein Denkmal für Brandenburgs Ehrenbürger Vicco von Bülow alias Loriot (1923-2011): der Wettbewerb ist entschieden, die Siegerin gekürt

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Vicco von Bülow besuchte seine Taufkirche St. Gotthardt (2009)

Die 23-jährige Studentin Clara Walter ist die Preisträgerin des Loriot-Ideen- und Realisierungswettbewerbs, den der Kulturverein Brandenburg an der Havel im Vorjahr ausgeschrieben hatte. In der zweiten Wettbewerbsphase setzte sich die Berlinerin gegen sechs weitere Mitbewerber durch, die zuvor aus einem Feld von 92 Bewerbungen ausgesucht worden waren.

Kulturvereinschef Frank-Walter Steinmeier lobt die Idee dem scheuen Waldmops in Brandenburg an der Havel eine neue Heimat zu geben und der Stadt eine würdige Erinnerung an ihren großen Sohn und Ehrenbürger Vicco von Bülow.

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